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passage à l´acte
| Vier Menschen am Frühstückstisch, eine amerikanische Familie in den Beat des Schneidetisches gesperrt: Die kurze, pulsierende Sequenz am Familientisch spricht im Original, unverfremdet über alles Wesentliche hinwegtäuschend, von klassischer, trügerischer Harmonie.
Arnold demontiert dieses alltägliche Szenario durch Zerschlagung der ursprünglichen Kontinuität. Er bleibt hängen an den blechernen Geräuschen und den bizarren Körperbewegungen der Handelnden und läßt diese im Gegenzug selbst hängenbleiben. Die unterschlagene, verlorengegangene Botschaft tief unter der Haut der Familienidylle heißt: Krieg. Der erste Schock, die erste Flucht, die Angst am Anfang des Films: Der Junge springt vom Tisch weg, wirft krachend die Tür auf, die im Arnoldschen Loop hängenbleibt und hämmernd den stählernen Rhythmus vorgibt. Er muß noch einmal an den Tisch, von der maschinell wiederholten “Sit-down”-Order des Vaters zurückgezwungen. Und am Ende, wenn die Kids aufspringen, um endlich davonzulaufen, bleibt Arnold wieder am Ausgang hängen, an dem infernalischen Hämmern der aufspringenden Tür: als wäre es ganz sinnlos, überhaupt erst zu versuchen, all das hier, den Ort der Kindheit und des doppelzüngigen Kinos, verlassen zu wollen. (Stefan Grissemann)
Printgrafik: passage_02.JPG
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